Eine Reise in das myofasziale System, das Kraft, Bewegung und Leistung revolutioniert - ab 1. Februar 2026, Multifunktionszentrum Cesena Fiera

Cesena, Emilia-Romagna - Wenn wir eine sportliche Geste beobachten, sehen wir nicht nur die Muskeln arbeiten. Wir sehen die innere Organisation des Körpers in genau diesem Moment. Kraft ist immer die Folge, nie der Ausgangspunkt. Mit diesen Worten eröffnete Dr. Luca Franzon - Osteopath D.O.M.R.O.I., Absolvent der Motorwissenschaften und Dozent des zweiten Niveaus des Masterstudiengangs Sportosteopathie - seine lectio magistralis auf dem Gipfel der Kraft 2026, der Fortbildungsveranstaltung von StrongFirst Italien, die am Sonntag, den 1. Februar 2026, im Multifunktionszentrum von Cesena Fiera stattfand, mit technischer Unterstützung von SIDEA, einem führenden Unternehmen im Bereich des funktionellen Trainings und der wissenschaftlichen Verbreitung von Bewegung in Italien.

Jenseits des isolierten Muskels: der Körper als integriertes System

Der Vortrag von Dr. Franzon mit dem Titel “Struktur regelt Funktion”.”, Franzon geht von einer Annahme aus, die den reduktionistischen Ansatz in Frage stellt, der in der Welt der Fitness und der Physiotherapie immer noch allzu häufig anzutreffen ist: Die Funktion ergibt sich aus der Organisation der Struktur, nicht aus dem einzelnen Muskel. In einer Zeit, in der sich das Training oft auf die Hypertrophie einzelner Muskelgruppen konzentriert, erinnert uns Franzon daran, dass der menschliche Körper ein integriertes System ist, in dem das Muskel-Skelett-System, das Fasziensystem, das Nervensystem und das Atmungssystem in ständigem Dialog stehen.

«Kraft ist eine Systemleistung, nicht nur ein Muskel» - Dr. Luca Franzon

Dieses scheinbar einfache Prinzip hat tief greifende Auswirkungen: Jede funktionelle Anpassung erfordert eine angemessene strukturelle Grundlage. Ohne eine effiziente Struktur wird die Funktion kompensiert - und die Kompensation führt auf Dauer zu Schmerzen, Steifheit und Leistungseinbußen.

Gelenkbeweglichkeit: wissenschaftliche Definition und Rolle des Fasziensystems

Einer der Grundpfeiler der Intervention war die Neudefinition des Begriffs der Mobilität. Für Franzon ist Gelenkbeweglichkeit nicht einfach “flexibel sein”: Sie ist die Fähigkeit eines Gelenks oder einer Gelenkkette, sich aktiv und passiv durch seinen physiologischen Bewegungsbereich zu bewegen. Diese Fähigkeit wird bestimmt durch die Interaktion zwischen:

  • Fugengeometrie
  • Weichteilspannung (Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien)
  • neurologische Kontrolle

Hier kommt das Fasziensystem ins Spiel, das oft übersehen wird, aber für Franzons Philosophie von zentraler Bedeutung ist. Die Faszie ist nicht nur eine passive “Hülle”: Sie ist ein Sinnesorgan, das Tonus, Timing und motorische Kontrolle durch propriozeptiven Input moduliert; sie ist anpassungsfähig - sich wiederholende Belastungen und Unbeweglichkeit machen sie starr, während abwechslungsreiche Bewegungen sie funktionell halten - und vor allem ist sie das Mittel, mit dem ein erheblicher Teil der Kraft seitlich übertragen wird, nicht nur entlang der Sehnen.

«Bewegung entsteht aus einer integrierten Einheit: Muskel + Faszien + Nervensystem, nicht aus dem isolierten Muskel».»

Sidea summit of strength strongfirst conferenza Franzon1

Myofasziale Ketten: die verborgene Sprache des Körpers

Im Mittelpunkt des Vortrags standen die myofaszialen Ketten - Strukturen der Gewebekontinuität, die den Körper von oben nach unten und von rechts nach links verbinden, ein Konzept, das von Pionieren wie Françoise Mézières, Leopold Busquet und Thomas Myers entwickelt wurde.
Franzon erläuterte die wichtigsten statisch-dynamischen Ketten:

Tabelle

Kette Route Hauptfunktion
Hintere Kette Von der Fußsohle bis zur Haut des Kopfes Steuerung der exzentrischen Beugung, Aufrechterhaltung der aufrechten Körperhaltung
Vordere Kette Von der Fußsohle bis zu den Kaumuskeln Rumpfbeugung, Retroversion des Darmbeins
Spiralketten Den Körper in eine Doppelhelix einwickeln Drehen, Kippen, dreidimensionale Bewegungen
Seitenkette Vom Wadenbein zum Kopf Frontalstabilisierung, Neigungsmanagement

«Das Band ist spiralförmig, weil der menschliche Körper auf dreidimensionale Kräfte ausgelegt ist, nicht auf lineare Bewegungen», so Franzon. «Die Spirale ist keine ästhetische Entscheidung der Natur, sondern die effizienteste mechanische Lösung für Stabilität, Anpassungsfähigkeit und Energieeinsparung.».

Screening nach Zink: den Körper lesen wie ein offenes Buch

Einer der innovativsten Teile der Intervention war die praktische Anwendung der Gordon Zink's Faszienmuster, Ein osteopathisches Modell, das Faszienspannungen über vier “Zwerchfelle” des Körpers erfasst: Schädel, Schultergürtel, Brustzwerchfell und Becken.

Franzon erklärte, wie der Körper dazu neigt, sich selbst zu organisieren alternierende Torsionsketten - die Gemeinsame Kompensationsmuster (CCP) - die unter gesunden Bedingungen eine bessere Anpassungsfähigkeit und einen geringeren Energieaufwand ermöglichen. Wenn diese Verdrehungen aufhören, sich abzuwechseln und sich in dieselbe Richtung ausrichten, tritt man in die Nichtkompensatorisches Muster (PCN), die mit einer verminderten Anpassungsfähigkeit, einem erhöhten Risiko für Schmerzen und chronischen Funktionsstörungen einhergeht.

Tabelle

Muster Eigenschaften Klinische Lektüre
CCP (Sperrholz) Abwechselnde Torsionen auf allen 4 Ebenen, Flüssigkeitsbewegung, erhaltene Nasenatmung Stabiles System, großer adaptiver Spielraum
NCP (nicht kompensiert) Ausgerichtete Torsionen, Steifigkeit, Ausgleich auch im Ruhezustand sichtbar Fragilität unter Stress, Risiko von Dysfunktion

«Das Faszienmuster von Zink ermöglicht es, zu verstehen, wie der Sportler Kräfte verteilt, wo er kompensiert und wie viel Anpassungsspielraum er noch hat», erklärt Franzon und präsentiert schnelle Funktionstests - von Kinnfalte zum’Von Ohr zu Schulter, von der Armhebung bis zur Kniebeuge - innerhalb von Sekunden zwischen kompensierten und unkompensierten Mustern zu unterscheiden, selbst unter Belastung.

Die SIDEA-Philosophie: Bewegungswissenschaft für Profis und Enthusiasten

Die Rede von Dr. Franzon auf dem Gipfel der Stärke war nicht nur ein Moment der Fortbildung für Fachleute: Sie war eine weitere Bestätigung des Engagements von SIDEA für die Förderung einer auf Wissenschaft und Evidenz basierenden Bewegungskultur.

SIDEA - ein italienisches Unternehmen, das auf dem Gebiet des funktionellen Trainings weltweit führend ist - hat schon immer den Grundsatz in den Mittelpunkt seiner Mission gestellt, dass Bewegung Kultur, Gesundheit und Leistung bedeutet. Eine Veranstaltung wie den Gipfel der Kraft zu sponsern, die Persönlichkeiten wie Dr. Franzon auf die Bühne bringt, bedeutet, in die Weiterbildung von Trainern, Physiotherapeuten, Osteopathen und Sportbegeisterten zu investieren und ihnen konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um den menschlichen Körper mit mehr Präzision und Respekt zu lesen.

Die SIDEA-Philosophie basiert auf einem Ansatz, der die wissenschaftliche Forschung nicht von der täglichen Praxis trennt: Die vorgeschlagenen Werkzeuge, Protokolle und Methoden sind so konzipiert, dass sie für den realen Körper funktionell sind - einen Körper, der aus Faszien, myofaszialen Ketten und neurologischen Mustern besteht, nicht nur aus isolierten Muskeln. In diesem Sinne stellen die Partnerschaft mit StrongFirst und die Anwesenheit von Referenten wie Franzon eine perfekte Brücke zwischen der akademisch-osteopathischen Welt und der des Krafttrainings dar.

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Warum dies alles ändert: von der Theorie zur Praxis

Was Dr. Franzon nach Cesena gebracht hat, ist nicht nur ein technisches Update: Es ist ein Paradigmenwechsel. Wenn die Struktur die Funktion bestimmt, dann bedeutet ein Krafttraining ohne eine effiziente Struktur, dass man auf ein instabiles Fundament baut. Es bedeutet, Kompensationen zu erzeugen, die früher oder später zu Einschränkungen oder Verletzungen führen.

Für den Athleten bedeutet dies ein größeres Bewusstsein für seinen Körper und die Fähigkeit zu erkennen, wann eine Bewegung “echt” ist und wann sie “kompensiert” wird. Für den Trainer bedeutet es, dass er die Werkzeuge hat, um den Ansatz zu personalisieren und die fasziale und neurologische Geschichte der Person, die vor ihm steht, zu respektieren. Für den Physiotherapeuten und Osteopathen bedeutet es, dass er in der Lage ist, den Schmerz nicht als lokalisiertes Problem zu sehen, sondern als Ausdruck eines umfassenderen strukturellen Musters.

Wie Franzon mit einem Zitat von Nietzsche sagte: «Es steckt mehr Vernunft in deinem Körper als in deiner besten Weisheit».». Vielleicht ist es an der Zeit, genauer hinzuhören.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Gipfel der Stärke? Es ist die jährliche Trainingsveranstaltung von StrongFirst Italien, die dem Krafttraining mit Kettlebells, Körpergewicht und funktioneller Bewegung gewidmet ist. Die Ausgabe 2026 fand am 1. Februar in Cesena statt.

Wer ist Dr. Luca Franzon? Osteopath D.O.M.R.O.I., Doktor der Bewegungswissenschaften, Dozent am Master of Sport Osteopathy und Spezialist für das myofasziale System und funktionelles Screening.

Was sind myofasziale Ketten? Es handelt sich um Strukturen der Gewebekontinuität, die Muskeln, Faszien und Gelenke in funktionellen “Bahnen” verbinden und es dem Körper ermöglichen, Kräfte und Bewegungen auf integrierte Weise zu verteilen.

Was ist der Zink-Test? Es handelt sich um ein osteopathisches Bewertungsinstrument, das die Faszienrotationspräferenzen in vier Übergangszonen des Körpers analysiert, um kompensierte (CCP) oder nicht kompensierte (NCP) Muster zu identifizieren.

Was bedeutet “Struktur bestimmt Funktion”?”? Es handelt sich um den Grundsatz, dass die Fähigkeit des Körpers, sich zu bewegen und Kraft zu erzeugen, in erster Linie von der strukturellen Organisation (Gelenke, Faszien, Nervensystem) abhängt und nicht nur von der Kraft der einzelnen Muskeln.

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