Konditionierung und Leistungsprogrammierung: Die Methode von Fabio Fogato auf dem StrongFirst Summit of Strength 2026
Am 31. Januar und 1. Februar 2026 fand in Cesena der StrongFirst Summit of Strength statt, eine internationale Veranstaltung, die der Kultur der Kraft, der Trainingsplanung und der Entwicklung der sportlichen Leistung gewidmet ist.
In einem Kontext, in dem Methoden, Systeme und fortschrittliche Ansätze für die körperliche Vorbereitung diskutiert wurden, berührte der Vortrag von Fabio Fogato ein zentrales Thema für diejenigen, die in der Welt des Sports, der professionellen Fitness und des Kraft- und Konditionstrainings arbeiten: die wahre Bedeutung von Konditionierung und die Rolle der Planung als kontinuierlicher Entscheidungsprozess.
Ein Thema, das mit der SIDEA-Philosophie im Einklang steht.
SIDEA entwickelt seit jeher professionelle Geräte für Fitnessstudios, Athletiktrainingszentren und Functional Training mit einem klaren Grundsatz: Die Geräte sind nicht das Ziel, sondern das Werkzeug, mit dem ein kohärentes, progressives und nachhaltiges Trainingssystem aufgebaut wird.
Und genau das ist der zentrale Punkt von Fogatos Rede: Konditionierung ist kein willkürlicher Kreislauf, sie ist kein “Finisher”, sie ist kein Schweiß um seiner selbst willen. Es ist ein organisiertes System, das körperliche Qualitäten, Energiemanagement und den spezifischen Kontext der Leistung miteinander verbindet.
Was ist Konditionierung wirklich?
Die auf dem Gipfel vorgeschlagene Definition ist ebenso einfach wie strategisch:
Konditionierung ist die Fähigkeit, den leistungsspezifischen Fitnessbereich effektiv zu nutzen.
Drei Elemente müssen auf strukturierte Weise miteinander in Dialog treten:
- Fitness: aerobe Kapazität, Maximalkraft, Explosivkraft, Beweglichkeit und Kontrolle.
- Einsatz: Energiemanagement, dynamische Kontrolle, effektives Tempo.
- Umfeld: sportartspezifische Anforderungen, Wettkampfstress, realer Kontext.
Es reicht nicht aus, Kraft oder Ausdauer zu trainieren. Man muss sie auch übertragbar machen.
Und genau hier kommt die Programmierung ins Spiel.
Trainingsprogrammierung: keine Karte, sondern ein Prozess
Eine der prägnantesten Passagen der Rede bestand darin, klarzustellen, was Programmierung nicht ist:
- Es handelt sich nicht um eine Liste von Übungen.
- Es handelt sich nicht um eine Standardkarte für jedermann.
- Es handelt sich nicht um einen Plan, der, wenn er einmal geschrieben ist, nie mehr geändert wird und der immer gleich bleibt.
Die Planung ist ein kontinuierlicher organisatorischer Prozess, der jeden Tag vier grundlegende Fragen beantworten muss:
- Was sollen wir tun?
- Wie oft machen wir das?
- Mit welcher Intensität?
- Warum?
Die Reaktion des Athleten bestimmt die weitere Entscheidung.
Wenn diese dynamische Beziehung fehlt, gibt es keine Programmierung. Es gibt nur eine Trainingsverwaltung.
Der Programmierzyklus: testen, überwachen, anpassen
Der von Fogato vorgeschlagene methodologische Kern ist ein kontinuierlicher Zyklus:
Prüfung → Programm → Ausbildung → Überwachung → Anpassung → Neue Prüfung
Jede Trainingseinheit ist in der Tat eine Art Test. Jede Reaktion des Athleten ist eine Information.
Dieser Ansatz entspricht voll und ganz einer modernen Auffassung von Krafttraining und professioneller Konditionierung: Daten werden nicht verwendet, um zu beeindrucken, sondern um bessere Entscheidungen zu treffen.
Die 5 Bereiche der Bewertung: den Athleten lesen, bevor man ihn belastet
Eine umfassende Bewertung muss laut Fogato fünf Schlüsselbereiche abdecken:
- Allgemeines sportliches Profil
- Niedrigschwellige Tests (Kontrolle und Koordination)
- Test mit hohem Schwellenwert (Qualität unter Last)
- Allgemeine Konditionierung
- Spezifische Konditionierung
Während der Präsentation wurde ein Schlüsselkonzept deutlich:
Müdigkeit verursacht keine Fehler. Müdigkeit macht sie sichtbar.
Wenn ein Muster unter ruhigen Bedingungen ineffizient ist, wird es unter Stress nur noch deutlicher werden.
Deshalb muss die Programmierung von der Beobachtung ausgehen, nicht vom Ego.
Die 12 Konditionierungsmethoden: ein System, nicht eine Liste
Fogato stellte ein strukturiertes System vor, das aus 12 wesentlichen Konditionierungsmethoden besteht, darunter:
- Herzzeitvolumen
- Zeitintervalle
- Hohe Widerstandsfähigkeit
- HICT (Kontinuierliches Training mit hoher Intensität)
- Alaktische Intervalle
- Laktische Intervalle
- Schwellenwert
- Strongman Ausdauer
Es handelt sich nicht um Protokolle, die kopiert werden sollen, sondern um Werkzeuge, die je nach Zielsetzung eingesetzt werden können.
Das System ist in drei Intensitätsstufen gegliedert:
- Stufe 1 - Erholung (RPE 4-6)
- Stufe 2 - Stimulation (RPE 7-8)
- Stufe 3 - Entwicklung (RPE 9-10)
Diese Klassifizierung dient als Richtschnur für den Aufbau des Mikrozyklus und ermöglicht ein Gleichgewicht zwischen adaptivem Stress und Erholung.
Entwicklung, Stimulation und HPRT: die strategische Woche
Die Trainingswoche ist keine zufällige Abfolge von Sitzungen.
Nach dem auf dem Gipfel vorgestellten Modell muss es drei Arten von Tagen umfassen:
Entwicklungstag
Maximale adaptive Belastung. Hohe Belastungen, hoher neuronaler Bedarf.
Tag der Stimulation
Wartung, technische Qualität, kontrollierte Stimulierung.
HPRT - Hochleistungstraining zur Wiederherstellung
Aktive und strategische Erholung: Atmung, Mobilität, Reset des Nervensystems.
Ein starker und klarer Grundsatz:
Wenn der Sportler müder nach Hause geht als er gekommen ist, ist das keine Erholung. Es ist Training im Verborgenen.
Erholung ist keine Pause. Sie ist ein integraler Bestandteil der Leistung.
Progression und Lastmanagement: Disziplin, nicht Improvisation
Progression bedeutet nicht immer Steigerung.
Bedeutung:
- Stellen Sie vor.
- Hochladen
- Stabilisieren Sie
- Wiederherstellen
Ohne die Wiederherstellungsphase ist das Risiko einer chronischen Müdigkeit hoch.
In einer Zeit, in der der Markt mit immer neuen hochintensiven Trainingsmethoden aufwartet, ist Fogatos Botschaft kontrakulturell und methodisch fundiert: Das tägliche Prozessmanagement ist mehr wert als das ausgefeilteste Protokoll.
Wer ist Fabio Fogato?
Fabio Fogato wurde 1971 in Mailand geboren und wuchs in der Welt des Judo auf. Später näherte er sich Powerlifting unter der Leitung von Mario Civalleri und betrat die Welt der Kettlebell und strukturierte Kraft.
Im Jahr 2009 gründete er sein eigenes Zentrum für funktionelles Training in Turin (Somatos, heute Uominificio Somatos). Im Laufe der Zeit erwarb er internationale Zertifizierungen (RKC1, RKC2, SFG1), einen Abschluss in Motorik, einen Abschluss in Ernährungswissenschaften mit Qualifikation als Ernährungsbiologe und einen D.O. in Osteopathie.
Seine Philosophie lässt sich in einem einfachen und direkten Satz zusammenfassen:
Studium der Kraft für den “Alltagssportler Tasi und ziehen.
Dr. Michael Maraldi

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